Die Wanderung durch die Cinque Terre ist längst kein Geheimtipp mehr – aber sie hat nichts von ihrer Faszination verloren. Die Kombination aus steilen Küsten, türkisblauem Meer und den bunten Dörfern ist schlicht einzigartig. Auch wir wollen uns dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.
Unser Abenteuer startet in Monterosso al Mare. Noch schnell ein Ticket an der Bahnstation gekauft – dann schultern wir die Rucksäcke und machen uns auf den Weg. Schon nach wenigen Minuten steigt der Pfad steil an. Unzählige Stufen führen hinauf auf die Klippen, und der Schweiß läuft uns schnell die Stirn hinunter. Dafür belohnt uns jeder Höhenmeter mit einem besseren Blick zurück aufs Meer. Schließlich erreichen wir Vernazza – das zweite der fünf Dörfer.
Der Weg ist voll, manchmal fast überfüllt. Wir überholen Gruppen, lassen uns dann wieder Zeit, um die Aussicht zu genießen. Kurz vor Vernazza halten wir inne: Vor uns liegt der Ort, eingebettet in eine kleine Bucht – ein Bild, das man von Postkarten kennt, das aber in Wirklichkeit noch viel eindrucksvoller wirkt.
Im Dorf selbst treffen uns die Menschenmassen mit voller Wucht. Kaum zu glauben, wie viele Besucher sich durch die engen Gassen schieben. Wir gönnen uns ein Eis, stehen dann aber fast eine halbe Stunde an den kostenfreiem Toiletten am Bahnhof an. Erst danach setzen wir die Tour fort – und sind erleichtert, dass der nächste Abschnitt deutlich ruhiger ist.
Mitten auf dem Weg überrascht uns plötzlich Musik aus dem Gebüsch. Für einen kurzen Moment denken wir, ein Wanderer habe sein Handy verloren – doch es ist eine winzige Bar, die sich zwischen die Olivenbäume gekuschelt hat. Wir lassen uns eine eiskalte Zitronenlimonade mit Melone schmecken – die perfekte Erfrischung, bevor wir nach Corniglia weiterwandern.
Da der nächste Abschnitt durchs Hinterland führt, steigen wir in den Zug nach Manarola. Von dort fürt die Via dell'Amore nach Riomaggiore. Dieser Teil des Weges ist sehr gut ausgebaut, kostet aber 10 Euro extra. Den Weg scheint man in der Hauptsaison nur in die andere Richtung, von Riomaggiore nach Manarola laufen zu können, wir hatten aber Glück und durften unseren Weg wie geplant fortsetzen.
In Riomaggiore wollten wir schon am Bahnhof aufhören - hier endet die Via dell'Amore, doch der Weg wirkt so einladend, dass wir nicht widerstehen können. Zum Glück – denn am Ende wartet das entzückende kleine Dorf auf uns: eine winzige Bucht, bunte Häuser, Wäsche, die sanft im Wind flattert, und kleine Bars, die zum Sitzenbleiben verführen.
Ein zauberhafter Abschluss eines langen, aber unvergesslichen Tages.
Praktische Tipps



















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Heike B. (Mittwoch, 01 Oktober 2025 12:59)
Das hört sich ja toll an- aber eine „beste Reisezeit“ scheint es nicht zu geben.,